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Von Cornelia Karin Hendrich | Stand: 16:06 Uhr | Lesedauer: 2 Minuten

 

Schockierender Vorfall in einem Berliner U-Bahnhof: Jugendliche haben wartende Fahrgäste attackiert.
Ein Mann wurde dabei ins Gleisbett gestoßen. Der Vorfall ereignete sich an der Haltestelle “Kotbusser Tor”.
Der Ort gilt als gefährlich: Allein zwischen Januar bis September 2016 gab es dort 485 registrierte Gewalttaten.

In Berlin-Kreuzberg hat ein Jugendlicher am Sonnabend auf dem Bahnsteig am U-Bahnhof Kottbusser Tor einen wartenden Fahrgast ins Gleisbett gestoßen. Zuvor haben er und seine Begleiter laut Polizei andere Fahrgäste attackiert.

Die Gruppe von fünf bis zehn Jugendlichen war gegen Mitternacht auf den Bahnsteig des U-Bahnhofes Kottbusser Tor gekommen. Ein Jugendlicher aus der Gruppe zog einem 26-Jährigen die Mütze vom Kopf und warf sie ins Gleisbett. Auf die Frage, was das soll, habe der Jugendliche ihm ins Gesicht geschlagen, berichtet der 26-Jährige der Polizei. Ein anderer junger Mann aus der Gruppe stieß den 26-Jährigen dann ins Gleisbett.

Der Mann konnte wieder herausklettern, bevor ein Zug kam. Währenddessen soll auch ein 27-jähriger Fahrgast von den Jugendlichen attackiert worden sein. Der Mann wurde laut seiner Aussage von ihnen geschlagen und getreten.

Die beiden Männer wurden verletzt und in ein Krankenhaus zur Behandlung gebracht. Die Täter flüchteten mit der U-Bahn der Linie 8 Richtung Hermannstraße. Alle Berliner U-Bahnhöfe sind videoüberwacht. „Die möglichen Aufnahmen von der Tat werden von uns gesichert und ausgewertet“, sagte Polizeisprecherin Kerstin Ismer gegenüber der „Welt“.

Wochenendabende am Kottbusser Tor gefährlich

Auch wenn Reiseführer gern den Szenekiez empfehlen, gilt die Gegend rund um das Kottbusser Tor in Kreuzberg als gefährlich. Allein zwischen Januar bis September 2016 gab es dort 485 registrierte Gewalttaten.

Diese drei Orte werden immer gefährlicher

Die meisten Taten wurden an den Abenden und in den Nächten der Wochenenden verübt. Zudem wurden 1132 Diebstähle und 555 Drogendelikte gezählt, wie im Herbst aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage hervorging.

+++ Lesen Sie hier eine Reportage vom Kottbusser Tor: „Die Gang, die das Kottbusser Tor im Griff hielt“ +++

Vor Kurzem sorgte ein brutaler Angriff in einem weiteren Berliner U-Bahnhof für Aufsehen. Ein Mann stieß eine Frau am Bahnhof Hermannstraße mit einem Fußtritt die Rolltreppe hinunter. Eine Überwachungskamera filmte die Tat. Der mutmaßliche Täter, ein Bulgare, konnte nach einer Öffentlichkeitsfahndung gefasst werden.

Auch in München traten Jugendliche eine 38-Jährige auf der Rolltreppe einer U-Bahn. Sie fiel die Stufen herunter und brach sich den Arm. Die Jugendlichen raubten ihr die Handtasche. Die Polizei konnte auch in diesem Fall drei Verdächtige stellen. Die Beamten selbst hatten die jungen Männer auf Überwachungsbildern erkannt, sie waren polizeibekannt.

 


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Text By N 24 


Metro Station in Berlin

 

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